Tourismus und Stadtmarketing Enns GmBH

Schlosskapelle

Im Innenraum ist die Schlosskapelle mit künstlerisch hoch stehenden Stuckarbeiten, Deckenmalereien und Evangelistenfiguren, deren Schöpfer allerdings unbekannt ist, ausgestattet

Geschichte Schloss Ennsegg

  • ca. 900 Eine erste Ennsburg (Anesapurch) wird erwähnt. Sie dürfte mit der hoch-mittelalterlichen Ennsburg um die Mitte des 11. Jhdts nicht identisch sein. Unterlagen über das Aussehen der mittelalterlichen Burg, deren Verwaltungsgebiet und deren Einnahmequellen wurden angeblich von amerikanischen Besatzungssoldaten des Spaßes halber verbrannt.
  • 1186 Georgenberger Erbvertrag. Er stellt einen ersten zeitlichen Fixpunkt für die Ennsburg dar. 
  • 1483 Kaiser Friedrich III. empfiehlt den Ennsern die Errichtung einer neuen Burg
  • 1565 Die Burg weist schwere Baugebrechen auf, wie aus einem Kommissionsbericht an den Landeshauptmann hervorgeht. In diesem Jahr bittet die Stadt Enns den Kaiser um Überlassung der alten Burg. Aber Dr. Georg Gienger (+ 1577) erhält für seine 30-jährigen treuen Dienste von Maximilian II. die „alte freie Burg, wie sie mit Mauer und Graben umgeben ist, samt dem Graben und Platz davor, darauf vor Jahren die Herrschaftsstallung gestanden ist,“ als adeligen Freisitz, den er nach seinem Gefallen „erbauen und genießen“ könnte. Er musste sich verpflichten die „baufällige und zum Teil vor vielen Jahren eingefallene Burg“ wieder in guten Bauzustand zu versetzen, wofür er die Zusicherung erhielt, künftig von den Ennser Burgvögten nicht gehindert zu werden. Er nahm den Ausbau energisch in Angriff und das sogenannte „alte Schloss“ entsteht mit dem zweigeschossigen Arkadenhof und dem Treppenturm, sowie des Verbindungstraktes zur Stadtmauer. Die Hauptgebäude wurden durch eine zinnenbekrönte Mauer verbunden, die quer durch den heutigen Rosengarten führte.
  • Die Reihenfolge der weiteren Besitzer ist nicht gesichert: Ferdinand Helfried Freiherr von Meggau, der mit Ursula, einer Tochter Giengers, vermählt gewesen war, sowie dessen Sohn Hans Caspar dürften die nächsten Besitzer gewesen sein.
  • 1601 Ungnad Andre II schien als Eigentümer auf. Als leidenschaftlicher Protestant verliert er das Schloss.
  • 1656 David Ungnad konnte das Schloss zurückerwerben. Durch die Hinwendung zum katholischen Glauben wurde er von Kaiser Ferdinand III. in den Grafenstand „Weissenwolff“ ernannt. Er erweitert das Schloss um die den großen Hof begrenzenden Flügelbauten mit der Schlossmauer, sowie die Anlage des Rosengartens und die Errichtung und künstlerische Ausgestaltung der Kapelle im Wehrturm. Weitere künstlerische Akzente wurden mit reichen Fassadenmalereien gesetzt. Von der damaligen Ausstattung des Schlosses sind nur mehr wenige Stuckspiegeldecken (zB im Auerspergsaal) erhalten.
  • 1744 Kam das Schloss im Erbwege an Karl Josef Fürst Auersperg. Das Bilderzimmer (heute Trauungssaal) und die „sala terrena“ im Rosengarten wurden angelegt.
  • 1794 Vinzenz Fürst Auersperg übernahm das Schloss
  • 1838 dessen gleichnamiger Sohn von Vinzenz Fürst Auersperg war Besitzer des Schlosses
  • 1841 Der Schlosspark wurde angelegt
  • 1881 Die Herrschaft wurden unter den Töchtern Caroline und Mathilde aufgeteilt
  • 1904 Eduard Egon Landgraf von Fürstenberg war Eigentümer
  • 1928 Schenkung an Marie Caroline Johanna Gräfin Walderdorff – Fürstenberg
  • 1940 Deren Töchter Marie Julie Gräfin Colloredo - Mannsfeld und Therese Gräfin Walderdorff wurden die Eigentümer. Ihnen folgte DI Franz Eugen Walderdorff.