Tourismus und Stadtmarketing Enns GmBH

Fresko im Frauenturm

Der Innenraum des Frauenturms besticht durch die Wandmalereien in Mischtechnik, die der Malerschule St. Florian zugeschrieben und zwischen 1320 und 1360 datiert werden.

Basilika St. Laurenz

Kleiner Rundgang

Vom 2. Parkplatz der Friedhofes, vorbei am Denkmal des hl. Severin, erreicht man über die breite Treppe zunächst den um 1507 (?) erbauten Karner. An der südlichen Außenwand ist eine interessante Gruppe des „Ecce homo“ aus Terracotta. Als Vertreter der Heidenwelt trägt Pilatus im Sinne der Entstehungszeit die Uniform eines türkischen Großvesirs.

Der Kirchenraum wird durch das Südtor (=Florianstor) betreten. Der ursprüngliche Zustand war eine dreischiffige Pfeilerbasilika, deren Mittelschiff von einem aus Radfenstern bestehenden Lichtgaden erhellt wurde. Dadurch war das Langhaus wesentlich heller und höher als heute. Mit einem stark eingezogenen Triumphbogen öffnet sich der Gemeinderaum in den lichterfüllten dreijochigen Hochchor, der gerade abgeschlossen ist.

Durch Dachschäden kam es 1628 zum Einsturz des gotischen Gewölbes des Hauptschiffes. Im selben Jahr wurde das heute noch bestehende Kreuzgratgewölbe eingesetzt. Die St. Laurenz Kirche bekam im 18. Jhdt. eine barocke Ausstattung, von der nur noch das Monumentalgemälde des einheimischen Malers Johann Wolfgang Dallinger (1715) vorhanden ist. Es zeigt den Martertod des Kirchenpatrons, es ist an der S-Wand des Presbyteriums. Daneben ist ein weiteres Monumentalgemälde zu sehen, das eine Stadtansicht und die Stadtheiligen von Enns zeigt. Gegenüber ist ein ebenso großes Bild, die sogenannte Lorcher Bischofsreihe. Diese Reihe weist hin, dass Lauriacum einst Bischofsitz war, die Nachfolgebischöfe sind die Bischöfe von Passau. Die Reihe reicht bis zu Bischof Pilgrim.

Der Haupt- und auch der Nebenaltar, und die Tore wurden vom Bildhauer Peter Dimmel geschaffen. Der Hauptaltar umschließt einen römischen Steinsarkophag in dem die Gebeine der Lorcher Märtyrer beigesetzt sind.

Hinter der Mauer, die den Altarbereich abgrenzt, sieht man im Vordergrund die Mauerreste eines römischen Hauses mit Atrium aus dem 2. Jh.. Dieses Haus wurde immer um- und ausgebaut und hatte im 4. Jh. einen „Apsidensaal“ (>>flachgeschwungene Apsis). Aus diesem Gebäude wurde dann im 5. Jh. eine frühchristliche Kirche mit Apsis und Klerikerbank.
Im nördlichen Seitenschiff steht auf einer Konsole eine der drei gotischen “Ennser Madonnen“.

Erwähnenswert sind das Sakramentshäuschen (1480) und die Pieta (1430).

Die Unterkirche, die nur mit Führung zu besichtigen ist, weist verschiedenartige Grundmauern der Vorgängerbauten der heutigen Kirche und die Heißluftkanäle der Fußboden-Wandheizung auf, die vom technischen Können der Römer zeugen.