Tourismus und Stadtmarketing Enns GmBH

Glocken im Stadtturm

Über 95 Steinstufen, entlang der vier Außenwände, erreichen wir die Glockenstube. Die 6 Glocken werden als Maximilian-, Marien-, Herz Jesu-, Floriani-, Josefi- und Leopoldiglocke bezeichnet.

Heiliger St. Florian

Florian ein hoher Beamter im römischen Reich

Florian war Kanzleivorstand des Statthalters der römischen Provinz Ufernoricum, also ein hoher Beamter mit großem Einfluss. Da er seinem Glauben stets treu blieb, wurde er während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian und dem Statthalter Aquilinus gefoltert und am 4. Mai 304 mit einem Stein um den Hals in die Enns gestürzt. Mit ihm wurden noch 40 weitere Christen in Lauriacum hingerichtet. Ihre Gebeine ruhen im Altar der Basilika St. Laurenz.

Seit Jahrhunderten wird Florians Hilfe bei Brandwunden, Feuersgefahr, Stürmen, Unfruchtbarkeit der Felder und Dürre angerufen. Er wurde zum Schutzpatron der Feuerwehren und Berufsgruppen, die mit Feuer zu tun haben wie Bierbrauer, Töpfer, Schmiede und Rauchfangkehrer.

Die Legende vom Brunnen des Lebens

Die Legende berichtet, dass die Leiche des Heiligen von den Wogen des Flusses mit dem Stein emporgehoben und an einen erhöhten Ort getragen worden sei. Die Fluten sind mitleidiger als die Menschen. Ein mächtiger Adler schwang sich alsbald mit ausgebreiteten Flügeln aus den Wolken hernieder und verteidigte den Leichnam gegen jedes Verunehren seitens der Heiden.

In der Nacht erschien der Hl. Märtyrer einer Frau mit Namen Valeria und bat sie, seinen Leib zu beerdigen. Die Frau war gleich bereit, nahm einen Wagen mit 2 Ochsen und begab sich an den bezeichneten Ort. Dort lud sie den Leichnam auf und fuhr mit der Last ihrem Landgute zu. Aber die Ochsen konnten nach längerer Zeit nicht mehr ziehen, sie blieben ermattet und durstig stehen. In dieser Not flehte die Christin inständig zu Gott um Hilfe, und sieh da, plötzlich sprudelte eine Quelle frischen Wassers aus dem Boden und erquickte die durstenden Tiere, die nun munter weiter ihres Weges zogen.

Auf dem Landgute angekommen, legte die Frau den Leichnam in ein schönes Grab und Gott verherrlichte seinen treuen Diener durch viele Wunder. Im „Floriansbrunnen“ spendet die Quelle heute noch Wanderern und Pilgern ihr kräftiges erquickendes Wasser.

Quelle: aus Melichars – „die Heiligen“