Tourismus und Stadtmarketing Enns GmBH

Rundgang 2: Ennser Altstadt

Wir wandern vom südlichen Teil des Hauptplatzes (siehe auch Beschreibung von Rundgang 1) hinein in die Wienerstraße. Wenn wir die Wienerstraße betreten, fällt auf der rechten Seite der spätgotische Breiterker des Eckhauses Hauptplatz 12 auf. Die Wienerstraße weist durchwegs barocke Fassaden auf.

Erwähnenswert ist das Haus Nr. 4, - Pfarramt und Franziskanerkloster - das bis 1623 ein Baurecht besaß und einen der schönsten Arkadenhöfe besitzt. Das Haus Nr. 6 beherbergte 1762 – 1783 das Priesterseminar (heute päpstl. theol. Fakultät Linz), es ist auch das Wohnhaus des in Enns geborenen Mundartdichters C. A. Kaltenbrunner gewesen. Das Eckhaus Nr. 8 ist ein altes Lebzelterhaus und war auch Wohnhaus des letzten Stadtrichters von Enns. Im Vorraum vom heutigen Lokal ist eine Kopie eines Ölbildes, das den letzten Stadtrichter und ehemaligen Besitzer samt Frau zeigt.

Bevor wir weiterwandern, tun wir einen Blick in den Hof des Hauses Nr. 9. Die gotischen Kragsteine ergeben bei Sonnenschein ein reizvolles Licht- und Schattenspiel.

Durch die Pfarrgasse und links weiter durch die Kirchengasse gelangen wir auf den Kirchenplatz. Hier erhebt sich majestätisch die der Kirche vorgerückte Bau der Wallseerkapelle. Nach dem Besuch der Kirche gehen wir entlang der Volksschule etwas abwärts auf den „Schulgraben“ (nicht auf die Bundesstrasse hinunter!) und kommen leicht ansteigend an mächtigen Teilen der Stadtbefestigung (siehe auch Beschreibung Rundgang 1) vorbei.

Beim Postamt geht es nun rechts weiter durch die Linzerstraße. Dieser Straßenzug hat folgende sehenswerte Häuser: Nr. 21, 12, 10, 5 und 4, sowie die Eckhäuser Kaltenbrunnergasse/Linzerstraße (links) und rechts Bäckergasse/Linzerstraße. Das Haus Nr. 21 ist das Geburtshaus des Dichters Karl Adam Kaltenbrunner. Er schrieb Theaterstücke und Mundartgedichte. Über Enns schrieb er unter anderem:

I kenn a kloans Stadtl,
Außt umi schier schwarz,
Und ös kennts es recht guet,
Weil’s gar oft duri fahrts!

Das Stadl hoaßt Enns,
Liegt schen obn auf der Heh,
Is schen lüfti und frisch,
Und va dort bin i he.